Berufsbiografisches
Meinen ersten Klavierunterricht erhielt ich im Alter von sieben Jahren. Nach
Abitur und Zivildienst begann ich mit dem Studium der Philosophie an der
Johann Wolfgang von Goethe-Universität.
Es schloss sich das Studium der Instrumentalpädagogik
(Diplom) bei Prof. Bernd Ickert an der Hochschule für Musik und Darstellende
Kunst in Frankfurt am Main und ein Aufbaustudium (Künstlerische Reifeprüfung)
bei Johannes Möller an der Wiesbadener Musikakademie an.
Mein künstlerisches wie pädagogisches Hauptinteresse gilt der Vereinigung emotionaler,
geistiger, körperlicher und intellektueller Anteile beim Musizieren.
Besonders geprägt hat mich in diesem Zusammenhang die seit nunmehr
20 Jahren währende intensive Zusammenarbeit mit Frau Dr. Renate Wieland,
Kronberg. Sie war Schülerin von
Theodor W. Adorno und Ernst Bloch und ist
– zusammen mit Prof. Jürgen Uhde – Autorin der bedeutenden Bücher „Denken
und Spielen“ und „Forschendes Üben“.
Es ist insbesondere Adornos Wahrheitsbegriff - der sich einerseits
gegen einen ästhetischen Relativismus und andererseits gegen einen ästhetischen
Formalismus und Funktionalismus stellt - der mich in meiner täglichen Auseinandersetzung
mit Musik begleitet und den ich weiterzuentwickeln suche. Dabei möchte ich
betonen, dass es mir nicht um ein Gegeneinander von Denken und Fühlen, sondern
um das Zusammenspiel und die gegenseitige Befruchtung von analytischem Verstehen,
spontanem Empfinden und um die Aufmerksamkeit auf die mimetischen Reaktionen
des Körpers geht.